Straußenfedern

Wissenswertes über die Straußenfeder

Interessant sind vor allem die großen Flügelfedern des Straußes. Sie wird bis zu 1 m lang. Ca 24 Stück hat ein Hahn auf der ersten Flügelfederreihe. Sie werden für verschiedene Bekleidungen und Dekorzwecke, sowie für Zirkus und Variete verwendet.

Federn

Straußenfedern

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Für den Laufvogel Strauß haben die Flügelfedern sehr an Bedeutung verloren und sie unterliegen einem Rückbildungsprozess. Zum Unterschied von Flugvögeln besitzen die Straußenfedern keine Häkchen, und können daher keine zusammenhängende Fahne bilden. Sie entsprechen in ihrem Aussehen und ihrer Funktion einer riesigen Daunenfeder. Sie sind sehr stark verästelt und außerdem fettlos. Sie haben die Eigenschaft sich elektrostatisch aufzuladen und ziehen große Mengen an Staub an um ihn auch festzuhalten. Die Faszination der wunderschönen exotischen Straußenfedern führte dazu, dass sie fixer Bestandteil der Modeindustrie im 19, Jhdt wurde. Die ersten Federn kamen aus Nordafrika und Arabien nach Europa und erst nach 1838 exportierte Südafrika die ersten Federn. Alle Federn wurden durch Jagd auf wildlebende Strauße gewonnen und der Bestand ging dramatisch zurück. Bemühungen Strauße zur Federgewinnung in Asien, Australien, Nord und Südamerika zu halten wurden gemacht, ebenso in Südafrika ab 1850 wo sich der Erfolg erst einstellte als Luzerne angebaut wurde. Durch das Einkreuzen von Berberstraußen erzielten die südafrikanischen Farmer eine höchst erfolgreiche Federntype mit Dichte, Glanz, Festigkeit und einer wunderschönen Barocklocke. Eine Million Strauße lieferten Federn bis der Federmarkt 1914 kollabierte und zusammenbrach.

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Bei den Ägyptern waren Straußenfedern wegen ihrer vollkommenen Symmetrie ein Symbol für Wahrheit und Gerechtigkeit. Als Grabbeigabe für das Jenseits wurde dem Pharao Tut-ench-Amun 2 goldene Straußenfederfächer mitgegeben.

Römische und griechische Generäle schmückten ihre Helme mit Straußenfedern, diese machten sie auffällig und dienten  als Zeichen des höheren Dienstgrades.

Das starke Interesse am Vogel Strauß, insbesondere an seinen wunderschönen  Federn führte ab 1860 zum Aufbau einer Straußenindustrie in der südafrikanischen Kleinen Karoo um Oudtshoorn. Diese entwickelte sich aufgrund des gestiegenen Federexportes nach Europa und Amerika explosionsartig. Straußenfedern blieben ein gesuchter Modeartikel bis in die frühen Jahre des 20. Jhdts. Der 1. Weltkrieg mit seinen sozialen Folgen und die geänderten Modeansprüche, verbunden mit einer Antifederkampagne bewirkten den Zusammenbruch des Federnmarktes. Ab dieser Zeit entwickelte sich der Markt für Straußenleder und Straußenfleisch und  gewann rasch an Bedeutung.

Heute ist Glamour wieder angesagt und damit ein Comeback zarter Federn und aufwendiger Kreationen. Bei der Fertigung von kunstvollen Modellen für die Haute – Couture fallen die Arbeiten sehr unterschiedlich aus, je nach Entwurf nähen, binden oder kleben wahre Künstler die Federn auf die Stoffe. Vorsichtig werden die ehemaligen Vogelkleider auf Jacken, Mäntel, Kleider und Hüte gezaubert.

Modegrundsatz ist „Eine Feder ist nur dann eine gute Feder wenn sie sich bei jedem Lufthauch erhebt und man sie kaum spürt wenn sie über die Haut streicht“

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