Emu – Wissenswertes

Der Emu ist eine flugunfähige Vogelart aus der Gattung der Laufvögel. Es ist die größte einheimische Vogelart in Australien und nach dem Afrikanischen Strauß der größte Vertreter der Laufvögel. Strauße und Emus sind trotz des ähnlichen Erscheinungsbildes nicht näher miteinander verwandt. In Australien sind Emus nach wie vor häufige Vögel und kommen fast überall auf dem Kontinent vor. Emus sind lediglich in vom Menschen dicht besiedelten Regionen, in Gebieten mit dichtem Waldbestand und sehr trockenen Regionen selten anzutreffen. Während an der dichter besiedelten Ostküste Australiens die Bestandszahlen zurückgingen, hat der Emu sein Verbreitungsgebiet im australischen Landesinneren weiter ausgedehnt. Die Art profitiert dabei von den Wasserstellen, die Landwirte für ihr Vieh angelegt haben. Heute werden sie wegen ihres Fleisches, ihrer Haut und ihres Körperfetts gelegentlich auf Farmen gezüchtet.

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EMU

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Ihre Nahrung besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Pflanzen und Insekten. Zu ihren Anpassungen an ihren Lebensraum zählt die Fähigkeit, große Fettreserven anzulegen. Emus sind opportunistische Zugvögel, die lange Wanderungen unternehmen, um geeignete Nahrungsgründe zu finden. Gelegentlich kommt es dabei zu Massenwanderungen, bei denen bis zu 70.000 Vögel gemeinsam in nahrungsreichere Regionen ziehen. Lange Wegstrecken legen Emus in einem gleichmäßig schnellen und kraftsparenden Trott zurück. Ihre maximale Laufgeschwindigkeit liegt bei 50 Kilometer pro Stunde, die sie über eine große Distanz einhalten können.

Emus erreichen eine Körperhöhe zwischen 150 bis 190 cm. Ihre Schulterhöhe liegt bei 100 bis 130 cm. und einem Gewicht zwischen 30 und 50 kg. Von den Flügeln sind nur noch rudimentäre Stummel vorhanden. Ihre Länge beträgt lediglich 20 Zentimeter.
Die kräftigen Beine des Emus enden in drei Zehen. Männchen und Weibchen sehen einander sehr ähnlich; im Schnitt sind Weibchen etwas größer, schwerer und dunkler als Männchen. Die Jungtiere sind zur Tarnung längsseitig schwarzweiß gestreift, der Kopf schwarzweiß gesprenkelt. Der Schnabel ist sehr dunkel und zur Spitze hin leicht gekrümmt.

Emus entwickeln im Hals außerdem eine Öffnung zwischen der Luftröhre und dem Halsluftsäcken. Durch diese Öffnung können Emus den Luftsack als Resonanzkammer nutzen und dadurch tiefe, durchdringende und dröhnende Rufe von sich geben. Sie sind bis in eine Entfernung von zwei Kilometern zu hören. Emus sind am häufigsten während der Fortpflanzungszeit zu hören. In der übrigen Zeit sind sie meist still.

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